Sie kam aus Mariupol

28.11.2017 19:00 bis 21:00

Lesung und Gespräch mit Natascha Wodin

Natascha Wodin erkundet das Leben ihrer Mutter Jewgenia, die sich mit 36 Jahren das Leben nahm und von der sie kaum etwas wusste. "Wenn du gesehen hättest, was ich gesehen habe ..." - das hatte Natascha Wodin als Kind wieder und wieder gehört, ohne zu begreifen, wovon die Mutter sprach. Jewgenia stammte aus der ukrainischen Hafenstadt Mariupol, hatte als junges Mädchen den Untergang ihrer adligen Familie im stalinistischen Terror erlebt und war zusammen mit ihrem Mann 1943 als "Ostarbeiterin" nach Deutschland verschleppt worden. Ein ungewöhnlicher, packender biografischer Roman einer Schriftstellerin, "die sich schon immer gerne jenseits der Fiktion aufgehalten hat" (Helmut Böttiger in DIE ZEIT).

Natascha Wodin (geb.1945 in Fürth/D) wuchs als Kind verschleppter sowjetischer Zwangsarbeiter in deutschen Lagern für "Displaced Persons" auf. Nach ihrem Romandebut "Die gläserne Stadt" (1983) folgten zahlreiche weitere Bücher. Für "Sie kam aus Mariupol" erhielt Wodin mehrere Auszeichnungen, u.a. 2017 den Preis der Leipziger Buchmesse.

Ort:  Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3, 4051 Basel

Eine Veranstaltung des Osteuropa-Forums Basel in Kooperation mit dem Literaturhaus Basel.

Eintritt CHF 18.- / 13.-

Reservation / Buchung hier