Neuer Professor für Osteuropäische Geschichte

19.08.2010 15:36

Der Universitätsrat hat Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk zum Extraordinarius für Osteuropäische Geschichte gewählt.

Der neue Extraordinarius für Osteuropäische Geschichte an der Philosophisch-Historischen Fakultät, Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk, ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er seit 2003 arbeitet. Er wird seine Professur in Basel als Nachfolger des emeritierten Prof. Heiko Haumann auf Anfang Februar 2011 antreten. Geboren 1970 in Stuttgart, studierte er Ost- und Südosteuropäische sowie Neuere Geschichte und Volkswirtschaftslehre in Marburg, St. Petersburg und Berlin. 2002 promovierte er an der Freien Universität Berlin über russische Geschichtsbilder und Konzepte kollektiver Identität vom 13. bis 20. Jahrhundert. Schenks wissenschaftliche Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. 2006/07 war er Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und wird derzeit von der Volkswagen-Stiftung durch ein Dilthey-Fellowship gefördert. Kürzlich hat er sein Habilitationsprojekt über Mobilität und die Neuordnung sozialer Räume in Russland im Eisenbahnzeitalter abgeschlossen.

Schenk hat sich auf die neuere und neueste Geschichte Osteuropas und Ostmitteleuropas unter besonderer Berücksichtigung kultur- und sozialhistorischer Fragestellungen spezialisiert. Zu seinen Schwerpunkten in Forschung und Lehre zählen die Geschichte von Erinnerung und Konzepten kollektiver Identität, die Raum- und Kommunikationsgeschichte, die vergleichende Imperiengeschichte, die Geschichte politischer Gewalt und die Stadtgeschichte. In Basel wird er das Fach Osteuropäische Geschichte in seiner ganzen Breite mit einem Fokus auf das 19. und 20. Jahrhundert vertreten. Schenk ist verheiratet und Vater zweier Töchter.